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Rituale der Sterbebegleitung und Trauerarbeit
In unserer Gesellschaft gibt es keine verbindliche Form für den Umgang mit dem Sterben und dem Tod. Oft fehlt in den Familien das Wissen darum, was früher von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Der Tod wird tabuisiert und wir stehen ihm oft hilflos gegenüber. Dadurch wird es schwer für uns Menschen, würdevoll zu sterben. Wir müssen in unserer multikulturellen Gesellschaft einen neuen Umgang mit dem Sterben finden. Dies wirft einige Fragen auf, die in diesem Vortrag beantwortet werden. Was passiert eigentlich, wenn wir sterben? Wie können wir mit sterbenden Menschen umgehen? Wie können wir Menschen das Sterben erleichtern? Was sind Sterberituale, ihre Bedeutung und Notwendigkeit? Was ist Trauer und was sind Trauer-Rituale? Der Kurs ist für Menschen gedacht, die berufsbedingt mit dem Sterben zu tun haben, denn Sie können dafür Sorge tragen, dass eine neue Sterbekultur entsteht. Aber auch für alle anderen, die ein privates Interesse an diesem Thema haben. Der Tod sollte seinen Stachel verlieren.

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Mi. 20. 02. 2019       19:00 - 21:30

Verden, KVHS Artilleriestraße, Raum 211

Die Psychologie der Sterbebegleitung und der Trauerarbeit -

Sterbebegleitung und Trauerarbeit in Pflegeberufen und für Ehrenamtliche Sterbebegleiter.

Zielgruppe: Mitarbeiter/innen in Betreuungs- und Pflegeberufen, sozialen Einrichtungen, Hospizen, Seelsorgemitarbeiter, Krisendiensten, ehrenamtliche Mitarbeiter/Innen, Präsenzkräfte in der Seniorenbetreuung, Betreuungskräfte nach § 53c und Interessenten.

 

Am 8. Dezember 2015 ist das neue Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland in Kraft getreten. Sterbenden Menschen soll damit ein würdiges und Selbst bestimmtes Leben auch in ihrer letzten Lebensphase ermöglicht werden. Im SGB V § 132g Abs. 3 SGB V haben Versicherte einen Anspruch auf eine individuelle Sterbeberatung zu den Hilfen und Leistungen der Hospiz- und Palliativversorgung und auf eine psychosoziale und seelsorgerische Betreuung (Sterbebegleitung). Nicht nur vollstationäre Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sollten ihren Bewohnerinnen und Bewohnern eine gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase anbieten können, damit die pflegerische, psychosoziale und seelsorgerische Unterstützung in ihrer letzten Lebensphase durch ein multiprofessionelles Team ermöglicht wird.  
In unserer Gesellschaft gibt es keine verbindliche Form für den Umgang mit dem Sterben und dem Tod, dadurch dass das Lebensthema Tod ausgeblendet und tabuisiert wird.  In den Familien wird das Wissen nicht mehr so wie früher von Generation zu Generation weitergegeben. Dadurch wird es schwer für uns Menschen, würdevoll zu sterben.
Sterben und Tod sind Themen, denen wir im Privatleben lieber ausweichen, die wir auf später vertagen.  
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pflegeberufen können das nicht, sind direkt mit sterbenden Menschen konfrontiert. Aber wie kann man solchen hohen emotionalen Herausforderungen begegnen? Gefühle wie Mitleid oder Trauer kann man nicht einfach "ausschalten", wenn sie da sind, sind sie da und "überkommen" einen.  

 

Inhalte dieser Fortbildung:  
- Was können wir im Angesicht des Sterbens tun?  
- Der psychologische Sterbeprozess.  
- Die Phasen des Sterbe- u. Trauerprozesses und ihre Begleitung.  
- Wie gehen wir mit Trauer u. Berührt-Sein um?  
- Wie begegnen wir den Angehörigen von Verstorbenen?  

 

Das Seminar bietet Möglichkeiten, wie wir Sterben u. Trauer handhaben können und vermittelt Möglichkeiten der Sterbebegleitung sowie Rituale.
Der Kurs ist nicht nur für Menschen gedacht, die berufsbedingt mit dem Sterben zu tun haben, sondern auch für alle anderen, die ein privates Interesse an diesem Thema haben.

 

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Sa.. 16.03 .2019 + So. 17.03. 2019

09:00 - 16:00 Uhr

Verden, KVHS Artilleriestraße, Raum 211

Gebühr: 88,00 €

 

 

Biographiearbeit und Lebensrückblick zum Lebensende   

Fortbildung für psychosoziale - seelsorgerische - und Gesundheits-Berufe

Auch möglich als Nachweis für jährliche Pflichtfortbildung für Betreuungskräfte gem. § 87b/53c SGB XI

 

Jeder Mensch hinterlässt seine persönlichen Spuren, die wir in der Lebensgeschichte wiederfinden können. Im Sterbeprozess werden wir unter bestimmten Umständen mit diesen Spuren konfrontiert, damit wir in Frieden mit dieser Existenz abschließen können. Dadurch ergeben sich uns zum Lebensende viel Fragen:  

  • Wer bin ich gewesen, welche Rolle habe ich gehabt?
  • Was ist der Sinn meines Lebens?
  • Habe ich mich gelebt, oder mehr durch Andere?
  • Was gibt es noch, das geklärt werden will?
  • Habe ich mein Leben verschwendet oder das Wesentliche gelebt?
  • Wohin gehe ich?  

Der Lebensrückblick ermöglicht uns, mit unserer Existenz ins Reine zu kommen, die Lebensqualität zum Lebensende zu erhalten und uns in Frieden zu verabschieden. Wahrzunehmen wie die Lebensnormalität sich auflöst und eine Zukunft nicht mehr planbar ist, führt zu emotionalen Konflikten und dies gepaart mit dem zunehmenden Verlust eines positiven Körpergefühl und soziale Isolierung. Was ein Gefühl erzeugt „aus der Wirklichkeit zu fallen" und der Übergang in eine andere Wirklichkeit (oder Welt) eine nicht greifbare Fiktion bleibt.  

Deshalb wäre ein biografischer Lebensrückblick in der Sterbebegleitung angebracht, auch für die Begleiter, denn dies ist eine sehr wichtige Voraussetzung für die eigentliche Begleitung in der finalen Phase. Um einen Menschen zu erreichen, ist es unendlich wichtig, sich in sein Leben einzufühlen, um so wichtige Schritte seines Lebenslaufes, vielleicht seines Denkens und bisherigen Lebens zu erfassen. Es erleichtert die Pflege, die Versorgung und die seelische Begleitung eines Menschen.

 

Die Fortbildung „Lebensrückblick zum Lebensende" zeigt verschiedene Möglichkeiten von biografischen Verfahren auf, die das gelebte Leben in einen Gesamtkontext stellen. Wodurch eine Lebensbilanz gezogen werden kann, was einen versöhnlichen und heilenden Blick auf das gelebte Leben wirft.

 

Das expressive Schreiben (n. Pennebaker), die Arbeit mit Tagebüchern, mit Fotos, mit Glücksmomenten in der Kindheit, mit Elterndialogen und imaginative Verfahren werden kreative Methoden zur emotionalen Bearbeitung von lebensgeschichtlich Erfahrungen ausführlich dargestellt.

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Sa.. 29. 06. 2019 + So. 30.06. 2019

09:00 - 16:00 Uhr

Verden, KVHS Artilleriestraße, Raum 211

Gebühr: 88,00 € 

 

 

Anmeldungen mit der Kursnummer bei:

 

 

 

 

Praxis Jean-Paul Beffort,

Seminarhaus Brunnenhof  

Meyerskamp 4, 28857 Syke

 

www.praxis-jeanpaul-beffort.de  info@praxis-jeanpaul-beffort.de

 

Tel: 04260 - 951 97 26

Mobil: 0151 - 401 38 200

 

Termin n. Vereinbarung