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 Ab März 2019 bis Juni 20120 beginnt die nächste Fortbildung

"Psychologie der Sterbe - und Trauerbegleitung" bei der LEB Barnstorf.

Hierzu dient folgender Kurs auch als Einführungsseminar zu der Fortbildung

„Sterbebegleitung und Trauerarbeit“ für Mitarbeiter in Pflegeberufen

In unserer Gesellschaft gibt es keine verbindliche Form für den Umgang mit dem Sterben und dem Tod. Oft fehlt in den Familien das Wissen darum, was früher von Generation zu Generation weitergegeben wurde.

Der Tod wird tabuisiert und wir stehen ihm oft hilflos gegenüber. Dadurch wird es schwer für uns Menschen, würdevoll zu sterben.  Sterben und Tod sind Themen, denen wir im Privatleben lieber ausweichen, die wir auf später vertagen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pflegeberufen können das nicht, sind direkt mit sterbenden Menschen konfrontiert. Aber wie kann man solchen hohen emotionalen Herausforderungen begegnen? Gefühle wie Mitleid oder Trauer kann man nicht einfach "ausschalten", wenn sie da sind, sind sie da und "überkommen" einen.            


Inhalte dieser Fortbildung:

  • Was können wir im Angesicht des Sterbens tun?     
  • Der psychologische Sterbeprozess.     
  • Die Phasen des Sterbe- u. Trauerprozesses und ihre Begleitung.     
  • Wie gehen wir mit Trauer u. Berührtsein um?     
  • Wie begegnen wir den Angehörigen von Verstorbenen?     

Das Seminar bietet Möglichkeiten, wie wir Sterben u. Trauer handhaben können und wie wir zwischen "Gefühlskälte" auf der einen und emotionalem Zerfließen auf der anderen Seite umzugehen haben.

Der Kurs ist für Menschen gedacht, die berufsbedingt mit dem Sterben zu tun haben, denn Sie können dafür Sorge tragen, dass eine neue Sterbekultur entsteht. Aber auch für alle anderen, die ein privates Interesse an diesem Thema haben:

Seniorenbegleiterinnen, Präsenzkräfte in der Seniorenbetreuung, Betreuungskräfte nach § 87b. Pflegekräfte und Interessenten

   

Termin: Samstag, 14. + 15. April 2018    9:30-16:00 Uhr

Dauer: 16 Unterrichtsstunden      

Referent: Jean-Paul Beffort       

Ort: LEB-Seminarraum,  

        Am Bremer Dreh 1, 49406 Barnstorf

Teilnahmegebühr: 155,00 €

Fortbildung:

 

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Hier ist Platz für eine Beschreibung


Psychologie der Sterbebegleitung und Trauerarbeit

Am 8. Dezember 2015 ist das neue Gesetz zur Verbesserung der Hospiz-und Palliativversorgung in Deutschland in Kraft getreten. Sterbenden Menschen soll damit ein würdiges und selbstbestimmtes Leben auch in ihrer letzten Lebensphase ermöglicht werden. Das Gesetz beinhaltet ebenfalls die Förderung eines flächendeckenden Ausbaus der Hospiz- und Palliativversorgung, auch in den Pflegeein-richtungen. Hier fehlt es heute noch häufig an ausreichenden Netz-werken oder Sterbefürsorge.
Im SGB V § 132g Abs. 3 SGB V haben Versicherte einen Anspruch auf eine individuelle Beratung zu den Hilfen und Leistungen der Hos-piz- und Palliativversorgung und auf eine psychosoziale und seelsor-gerische Betreuung (Sterbebegleitung). Vollstationäre Pflegeeinrich-tungen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sollten ihren Bewohnern eine gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase anbieten können, damit die pflegerische, psychosoziale und seelsorgerische Unterstützung in ihrer letzten Lebensphase durch ein multiprofessionelles Team ermöglicht wird.
„Schwerkranken Menschen Hilfe im Sterben zu bieten ist ein Gebot der Menschlichkeit. Diese Hilfe muss in ganz Deutschland ausgebaut werden. Deshalb stärken wir die Hospiz- und Palliativversorgung überall dort, wo Menschen ihre letzte Lebensphase verbringen - sei es zu Hause, im Krankenhaus, im Pflegeheim oder im Hospiz. Zugleich verbessern wir die Information und Beratung, damit Hilfsangebote besser bekannt werden. Denn jeder soll die Gewissheit haben, am Lebensende gut betreut und versorgt zu werden," so Bundesgesund-heitsminister Hermann Gröhe.


Wir bieten mit dieser Fortbildung die Möglichkeit, das Pflegepersonal und die Betreuungskräfte der unterschiedlichen Einrichtungen auf eine fundierte, überkonfessionelle Sterbefürsorge vorzubereiten.

„Warum Sterbebegleitung und Trauerarbeit?“
In unserer Gesellschaft gibt es keine verbindliche Form für den Umgang mit dem Sterben und dem Tod. Wir haben das Wissen um das Sterben vergessen und verloren, was früher von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Im Mittelalter gab es Schriftstücke unter dem Titel „Ars moriendi“ „Die Kunst des Sterbens“. In vielen Kulturen gibt es die sogenannten Totenbücher, z.B. das ägyptische oder das tibetanische Totenbuch.
Aus der Angst vor dem eigenen Sterben verdrängen wir den Tod und seinen biologischen/psychischen Sterbe-Prozess. Der Tod wird zu etwas, was wir bekämpfen müssen und zum Tabu, indem wir ihn in die Institutionen verlagern und aufhören, offen darüber zu reden. Diese Bedingungen bezüglich des Lebensendes erschweren es uns, einen würdevollen Tod zu sterben. So müssen Sterbende heutzutage oft in einem relativ unpersönlichen Umfeld alleine ihr Leben beenden, z.B. durch die Verlegung aus dem vertrauten Umfeld in stationäre Einrichtungen, (Krankenhäuser, Pflegeheime). Dies betrifft auch die Medikalsierung und die dadurch mögliche Verlängerung des Sterbeprozesses.
Die Angehörigen, aber auch Menschen, die täglich durch ihren Beruf mit dem Sterben konfrontiert werden, stehen den Sterbenden oft hilflos gegenüber. Im Privatleben sind Sterben und Tod Themen, denen wir lieber ausweichen, die wir auf später vertagen, sogar dann, wenn das Sterben in einer Familie aktuell ist.
MitarbeiterInnen in Pflegeberufen und sozialen Einrichtungen können das nicht. Sie sind direkt mit sterbenden Menschen und oft auch mit deren Angehörigen konfrontiert, während sie gleichzeitig selbst von ihrer eigenen Sterbe-Angst, vom Mitgefühl mit dem Sterbenden und von tiefer Trauer berührt werden. Bewusst oder unbewusst werden wir mit dieser Angst konfrontiert, sobald wir in irgendeiner Form mit dem Sterben in Kontakt kommen.
Gefühle wie Angst, Mitgefühl oder Trauer lassen sich nicht einfach "ausschalten", wenn sie da sind, sind sie da und können "überwältigen".
Für Pflegeberufe bedeutet dies eine hohe emotionale Herausforderung, die zu persönlicher Belastung führt, welche die Arbeitsmoral und Arbeitsfähigkeit enorm beeinträchtigen kann. Diese kann Fluchttendenzen einerseits und aggressiven Verhaltensweisen andererseits auslösen.
Menschen, die berufsbedingt mit dem Sterben zu tun haben oder damit zu tun haben wollen, dient die Fortbildung „Psychologie der Sterbebegleitung und Trauerarbeit“. Denn sie können dafür Sorge tragen, dass eine Sterbekultur entstehen kann, in der das Sterben
einen würdevollen Raum erhält, in dem wir so über die Schwelle des Todes gehen können „wie wir sind“ und in dem die Angehörigen in ihrer Trauer aufgefangen werden.
Schwersterkrankte Menschen, deren Heilung medizinisch nicht mehr herbeizuführen ist, oder Menschen die altersbedingt dem Tode nahe sind, sollte es ermöglicht werden, ihren letzten Lebensabschnitt selbst bestimmend und nach ihren eigenen Wertvorstellungen zu gestalten. Sterben gehört nun mal auch zum Leben. So wie wir Hebammen haben, die dafür sorgen, dass wir sanft in dieses Leben hineinkommen, benötigen wir Begleiter, die uns dazu verhelfen, sanft aus dem Leben heraus zu gehen.
Benötigt wird in der Sterbebegleitung ein geschultes Personal, das auch in der Lage ist, diese emotionale Herausforderung anzunehmen und die Angehörigen, im Interesse des Sterbenden, mit einzubeziehen. Hier sind die Einrichtungen (Pflegeheime, Krankenhäuser usw.) gefordert, den MitarbeiterInnen Möglichkeiten zu bieten, ihre Gefühle zu kanalisieren und einen Platz für Beistand und Rat zu schaffen (z.B. durch Supervision). Genauso wie wir keinen Menschen im Sterbe-Prozess allein lassen sollten, sollten Institutionen ihr Personal mit diesem Thema nicht allein lassen. Werden zu viele Fragen bei den MitarbeiterInnen aufgeworfen, die, wenn sie ohne Antwort bleiben, eine persönliche/emotionale Belastung sind, macht dies hilflos und kann eine verantwortlichen Ausführung ihrer Arbeit verhindern.


Was passiert eigentlich, wenn wir sterben?
Was können wir im Angesicht des Sterbens tun?
Wie können wir mit sterbenden Menschen umgehen?
Wie verhalten wir uns ihnen gegenüber?
Wie können wir Menschen das Sterben erleichtern?
Wie gehen wir mit Angst, Trauer u. Berührt sein um?
Wie begegnen wir den Angehörigen von Verstorbenen?
Wie können wir die Angehörigen in ihrer Trauer begleiten?

Ziele
„Was haben Sie davon?“
Die Fortbildung „Psychologie der Sterbebegleitung und Trauerarbeit“ für Pflegedienste, Krankenhäuser und soziale Einrichtungen bietet Antworten auf diese Fragen. Die MitarbeiterInnen werden darin geschult, den Sterbe-Prozess und die ihn begleitenden Gefühle zu bewältigen. Sie lernen, wie sie zwischen "Gefühlskälte" auf der einen und „emotionalem Zerfließen“ auf der anderen Seite mit ihren Gefühlen umgehen können. Sie lernen die emotionale Belastung zu tragen und für den Sterbenden eine mitfühlende Begleitung zu sein.
Der Charakter der Fortbildung ist so beschaffen, dass die MitarbeiterInnen in die Lage kommen, ihre Gefühle (Angst, Trauer) bewusst wahrzunehmen, sie darin geübt werden, sie wiederzuerkennen und auf diese Weise eine neue Form des Umganges mit ihnen entwickeln können. Das heilsame Hinschauen auf die Gefühle ist ein wesentlicher Schlüssel zu ihrer Bewältigung. Geschieht dies nicht, wird die unbewusste Bindung an die Gefühle immer wieder Kräfte binden und blinde Flecken bei der Wahrnehmung von Nöten anderer erzeugen.
MitarbeiterInnen sollten also in ganz besonderer Weise, um die eigenen Ängste, angesichts von Sterben, Tod und Trauer wissen. Sie werden darin geübt, die eigenen Ängste angesichts des Sterbens nicht zu verdrängen, sondern mit Wachheit wahrzunehmen. Die Fähigkeit der Wachheit zur Bewältigung eigener Ängste will erlernt sein und auf neuen, kreativen Wegen erworben werden. Hierbei bietet die Fortbildung eine Unterstützung.


Gleichzeitig lernen Sie unterschiedliche Rituale und Möglichkeiten kennen, durch die eine sanfte Sterbebegleitung ermöglicht wird, aber auch der Umgang mit Angehörigen und deren Trauerbewältigung.

„Was wollen wir erreichen?“
Die Weiterbildung dient der Qualitätssicherung in der Sterbebegleitung und Trauerarbeit, bezogen auf die helfende Person und bezogen auf die Sterbenden oder Angehörigen. Einrichtungen sichern durch die Fortbildung den Mitarbeitern die erforderlichen Kenntnisse zum Thema Sterbebegleitung und Trauerarbeit und stärken die Kompetenzen, das Sterben würdevoller zu gestalten und der Trauer ihren Platz zu geben.
Sie vermittelt Handlungskompetenzen, vor allem im kommunikativen Bereich und in Konfliktsituationen. Kommunikative Kompetenzen und Konfliktfähigkeiten beziehen sich nicht nur auf Sterbende und ihre Familien, sondern dienen auch einer Verbesserung der Teamfähigkeit.
Ressourcen werden freigesetzt, anhand derer die helfende Person lernt, eigene Grenzen frühzeitig wahrzunehmen, um sich nicht dauerhaft zu überfordern und „auszubrennen“. Die Entwicklung von gesunder Fürsorge, nicht nur im Hinblick auf den Sterbenden, sondern auch sich selbst gegenüber „Selbstpflege für Helfende“. Denn wer nicht für sich selbst sorgen kann, dem wird Fürsorglichkeit schwerlich gegenüber anderen gelingen.
Die Möglichkeit der Selbstkontrolle der MitarbeiterInnen sollen gestärkt werden, in dem Sinne, dass sie Selbstreflexion entwickeln, dadurch eine bessere Stressbewältigung erlangen (Burnout Prophylaxe).
Kräfte bei den MitarbeiterInnen werden freigesetzt, weil die ganze Person des Helfenden einbezogen wird. Sie werden darauf vorbereitet, die eigenen Erfahrungen (im Berufsleben oder im Privatleben) bewusst zu bearbeiten, was oftmals verdrängte Gefühle ins Fließen bringt. Viele haben ein gehöriges Päckchen an eigener Verlusterfahrung zu tragen. Die Arbeit an der Bewältigung dieser eigenen Verluste ist eine gute Voraussetzung für eine sinnvolle Arbeit mit Menschen, die eine solche Verlustkrise durchleben. Dadurch werden neue Kräfte freigesetzt, die, die MitarbeiterInnen bei der Gestaltung ihres eigenen Lebens ebenso nutzen können, wie bei der Arbeit mit Schwerstkranken oder Sterbenden.
Die Weiterbildung dient der Angstbewältigung. Die Begegnung mit sterbenden oder trauernden Menschen ist stets Begegnung mit der eigenen Angst vor dem eigenen Tod. Diese Angst ist offenbar ein typisch menschliches Phänomen und sie ist unabwendbar. Es geht nicht darum, die Angst vor dem Tod zu verlieren, denn sie ist ein Merkmal, die unser Menschsein mit begründet. Es geht vielmehr um das Verändern unseres Umgangs mit ihr. Trotz dem Vorhandensein von Ängsten handlungsfähig bleiben.

Sie ist für Interessierte, nicht nur für Fachpersonal, eine Entwicklungschance, da sie Menschen zu einem freieren Leben im Angesicht des Todes befähigt.


Voraussetzungen
„Was erwarten wir?“
• Erfahrungen im Praxisfeld Trauer
• Bereitschaft zur Selbsterfahrung
• Respekt und Toleranz vor Menschen verschiedener Weltanschauungen und Glaubensrichtungen
• Keine akuten psychiatrischen Erkrankungen


Wir laden Sie gern zu unserem Informationsabend, 06.04.2017, 19 Uhr, in Barnstorf ein, um die gegenseitigen Erwartungen zu besprechen.


Methoden
„Wie arbeiten wir?“
Die Module bauen aufeinander auf. Sie erarbeiten mit Fachdozentinnen und -dozenten die jeweiligen Themenschwerpunkte, erfahren das Basiswissen für professionelle Sterbebegleitung und Trauerarbeit und erproben parallel dazu geeignete Methoden. So lernen Sie praxisnah Arbeitsweisen sowie Resultate kennen und erleben gleichzeitig Ihren eigenen Umgang mit sich und anderen. Dabei können Sie sich das Handwerkszeug aneignen, welches für Sie und Ihr Arbeitsfeld passt.
In Einzelsupervisionen werden zusätzlich individuelle Fragestellungen erarbeitet und überdacht.

Theoriemodelle
„Was steckt dahinter?“
Die Fortbildung umfasst ein breites Spektrum zu den Themen, Tod, Sterbeprozess, Sterbebegleitung und Trauerarbeit und beinhaltet sowohl einen theoretischen, als auch einen praktischen erfahrbaren Aspekt.
Die hierfür eingesetzten Arbeitsmodelle beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen:


• verschiedener wissenschaftlicher Studien
• psychologischer Grundlagenforschung von Elisabeth Kübler-Ross
• Gewaltfreier Kommunikation (n. M. Rosenberg)
• Modellen der Gestalttherapie (Fritz Perls) und der Transpersonalen Psychotherapie (Stanislav Grof)
• der Psychologie des Sterbens in den verschiedenen Kulturen (Totenbücher)


Besonderheit
Mit allen TeilnehmerInnen finden in regelmäßigen Abständen Einzelsupervisionen statt.
Die Einzelsupervisionen sind Bestandteil der Fortbildung. (Es fallen dafür Zusatzkosten an.)
Ein individuelles und ausführliches Abschlussfeedback im Einzelgespräch für jeden Teilnehmenden mit Einschätzungen der beruflichen Perspektivenentwicklung gibt den persönlichen Abschluss.


Teilnehmende
„Wen möchten wir einladen?“
MitarbeiterInnen und Interessierte in Betreuungs- und Pflegeberufen, sozialen Einrichtungen, Hospizen, Seelsorge, Krisendiensten, ehrenamtliche MitarbeiterInnen und persönlich Interessierte

Zertifikat
„Welchen Abschluss erhalten Sie?“
Bei erfolgreicher Teilnahme (regelmäßiger Seminarteilnahme (90 % Anwesenheit), Anfertigen einer Hausarbeit/Präsentation und dem Bestehen der Abschlussprüfung/Kolloquiums) erhalten alle TeilnehmerInnen ein Trägerzertifikat.


Veranstalter und Dozierende
„Wer sind wir?“
Die Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. ist einer der führenden Erwachsenenbildungsträger im norddeutschen Raum.
In Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen, Städten und Gemeinden, den Agenturen für Arbeit und den JobCentern sowie Bundes- und Landesinstitutionen stellt die LEB in Bildungszentren und in weiteren, landesweit verteilten Bereichsbüros ein bedarfsgerechtes Fortbildungs- und Qualifizierungsangebot bereit.
Die LEB ist weltanschaulich und politisch unabhängig. Sie ist gemeinnützig und gemäß §3 des Niedersächsischen Gesetzes zur Förderung der Erwachsenenbildung finanzhilfeberechtigt.
Die LEB ist zugelassener Träger für die Förderung der beruflichen Weiterbildung (AZWV/AZAV) und zertifiziert nach DIN EN ISO 9001.
Das LEB-Beratungsbüro Barnstorf und Herr Jean-Paul Beffort bieten die Weiterbildung „Psychologie der Sterbebegleitung und Trauerar-beit“ in Zusammenarbeit an. Die Weiterbildung wurde von Herrn Beffort konzeptioniert und entwickelt.
Die ausgewählten Dozentinnen und Dozenten sind fachlich versiert und verfügen über ein fundiertes Wissen in dem jeweiligen Thema.


Dozentinnen und Dozenten
• Jean-Paul Beffort, Psychologischer Berater, Gestalttherapeut, Sterbebegleiter, wohnhaft in Visselhövede
• Sabine Bente, Bestatterin, Sterbebegleiterin, wohnhaft in Vissel-hövede
• Gastdozenten

Organisation
„Was müssen Sie planen?“
Die Weiterbildung dauert von Juni 2017 bis Oktober 2018. Die vierzehn inhaltlichen Schwerpunkte sind auf vierzehn Wochenenden und ein Abschlusswochenende verteilt. Wir arbeiten jeweils sonnabends von 9:30 – 17:00 Uhr und sonntags von 9.30 – 16.00 Uhr.
Insgesamt umfasst die Weiterbildung 240 Unterrichtsstunden. Für das Anfertigen der Hausarbeit/Präsentation sollten noch ca. 40 zusätzlichen Arbeitsstunden eingeplant werden.
TeilnehmerInnen ohne Erfahrungen im Bereich von Trauer-und Sterbebegleitung müssen ein Praktikum/Hospitation von 40 Stunden in einem Hospiz einplanen.


Kosten
Die gesamten Kosten für die Weiterbildung betragen 2.100,- € diese beinhalten:
• Dozentenhonorare
• Materialien
• Organisationskosten
Eine Ratenzahlung ist nach Absprache möglich.
Für die Einzelsupervisionen fallen zusätzlich pro Termin 65 € pro 1,5 stündiger Sitzung an.
Die Kosten beinhalten keine Unterkunft und Verpflegung.


Veranstaltungsort
Die Weiterbildung findet im LEB-Seminarraum, Am Bremer Dreh 1 in 49406 Barnstorf statt.
Autofahrern schicken wir gern eine Wegbeschreibung zu.

Inhalte und Termine: Ab August gibt es die neue Termine

I. + II. Die Psychologie des Sterbens   16. + 17.06. 2018  / 11. + 12. 08. 2018

Einführung in die vier Phasen des Sterbeprozesses und ihre Begleitung

Der Sterbeprozess im wissenschaftlichen/ medizinischen /psychologischem Zusammenhang

Spirituelle und religiöse Ansichten des Todes in den verschiedenen Kulturen


III. Erste Phase des Sterbeprozesses   08. + 09. 09. 2018

Vorbereitung auf das Sterben – Die selbstbestimmte/ begleitende Vorsorge für den Sterbenden
Begleitung und Beziehung mit den Sterbenden – vom Berührt Sein und Berühren

Wie können wir uns selbst auf das eigene Sterben vorbereiten?


IV. Die zweite Phase des Sterbeprozesses   20. + 21.10. 2018
Mit der Vergangenheit abschließen und Abschied nehmen
Was sind Gefühle, Empfindungen und Emotionen und wie können wir sie zulassen?
Umgang mit Empfindungen bei Sterbenden und ihren Angehörigen


V. Der persönliche Lebensprozess - Biografisches Teil 1   10. + 11.11. 2018

Selbstreflexion und Selbstwahrnehmung im eigenen Lebensprozess
Persönliche Erlebnisse, Ängste und Erfahrungen in der Begegnung mit Sterben, Tod und Trauer
Phasen der Gefühle und Gestaltung, der damit verbundenen Begleitung


VI. Der persönliche Lebensprozess - Biografisches Teil 2   08. + 09.12. 2018

Thanatos und die Angst vor dem Tod
Den Tod als natürlichen Rückerstattungsprozess und zum Leben dazugehörig, erkennen
Wandlungen im eigenen Leben – Akzeptanz von dem was ist

VII. Die dritte Phase des Sterbeprozesses   19. + 20. 01. 2019

Begleitung während des Aufflammens der letzten Lebensreserven beim Sterbenden
Sprache und Ausdrucksformen Sterbender
Systemische Familienstrukturen und Begleitung der Angehörigen


VIII. Der Vergebungsprozess    16. + 17. 02. 2019

Trauerarbeit und „Radikale Vergebung“ (n. Tipping)
Rituale des Übergangs und Rituale des Abschiednehmens
Selbstannahme und das Unausweichliche akzeptieren


IX. Die vierte Phase des Sterbeprozesses   23. + 24. 03. 2019
Vor dem letzten Atemzug – Rückzug der Sinnes-Wahrnehmung beim Sterbenden
Das Geheimnis des Übergangs offenbart sich – sich berühren lassen
In Erscheinung tretende Phänomene um das Sterben herum


X. Trauerbegegnung und Trauerbegleitung   04. + 05. 05. 2019
Die vier Phasen des Trauerprozesses
Begegnung, Bewusstsein, Berührung, Bewegung in der Trauerbegleitung

 

XI. Trauerarbeit mit Angehörigen   15. + 16. 06. 2019

Trauer als Wahrnehmung des Verlustes
Trauer als Ausdruck von Liebe und Berührtsein – Annahme und Mitgefühl
Rituale für die Trauerarbeit mit Angehörigen


XII. Sterbebegleitung in Ausnahmesituationen   17. + 18. 08. 2019

Besondere Krankheitsbilder – Demenz- und Koma-Patienten
Wenn der Tod uns überrollt – plötzlicher Herzstillstand oder Unfall
Sterbebegleitung bei Menschen mit geistiger Beeinträchtigung

XIII. Die Helferpersönlichkeit  14. + 15. 09. 2019

Beachtung von eigenen Grenzen – sich abgrenzen können
Kraftquelle und Entspannung – aus sich selbst heraus schöpfen
Vom Mitleid und Mitgefühl – Selbsterforschung und Entwicklung von authentischem Mitgefühl


XIV. Der Tod als Wandlungsprozess 26. + 27. 10. 2019

Die 49 Tage des Bardo-Thödol – eine These, wie es nach dem Tod weitergeht
Umgang mit unterschiedlichen, religiösen Weltanschauungen
Wie könnte eine Humane Sterbe Kultur in unserer Gesellschaft aussehen?


XV. Abschluss – „Herzlich Willkommen am Ziel!“   30. 11. + 01. 12. 2019
Die Abschlussphase gestalten: Integration, Abschlussarbeiten als ausgewählte Themen-präsentation vorstellen, Abschlussrituale, Zukunftsausblick „Alles Gute und viel Erfolg!“

 

Die Gesamtunterrichtstundenzahl umfasst 240 UE.
Die Teilnahmegebühr beträgt 2.100,- € (zzgl. Einzelsupervisionen 65 €/1,5 Stunden).
Eine Ratenzahlung ist nach Absprache möglich.

 

„Lernen Sie uns kennen“
Der Teilnahmebeitrag der Fortbildung: „Sterbebegleitung und Trauerarbeit“ – 16-stündige Weiterbildung 14. + 15. April 2018

(Samstag, 9:30 – 17:00 Uhr und Sonntag 9:30 – 16:00 Uhr)
wird dieser Ausbildung angerechnet. Sie können uns gerne kennenlernen und sich dann für eine Teilnahme entscheiden.

 

Informationsabend: Freitag 09. März 2018, 19 Uhr, LEB-Seminarraum, Am Bremer Dreh 1, 49406 Barnstorf

 

Kontakt


Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) in Niedersachsen e.V.
Region Nienburg/Weserbergland LEB-Regionalbüro Barnstorf

Am Bremer Dreh 1 - 49406 Barnstorf
Tel: 05442 2824 Fax: 05442 2825
nienburg@leb.de
www.leb-nienburg.de



 

 

 

 

 

 

Praxis Jean-Paul Beffort,

Seminarhaus Brunnenhof  

Meyerskamp 4, 28857 Syke

 

www.praxis-jeanpaul-beffort.de  info@praxis-jeanpaul-beffort.de

 

Tel: 04260 - 951 97 26

Mobil: 0151 - 401 38 200

 

Termin n. Vereinbarung