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Leben und Sterben – Mysterium Tod

Das was wir Tod nennen, ist ein „Rückerstattungsprozess“, in dem wir die Lebensform, die körperlichen/emotionalen und mentalen  Elemente zurückgeben an die Quelle, von der wir sie aus­geliehen haben. Das was übrig bleibt ist Bewußtsein. Da wir die Gewohnheit haben, festzuhalten an dem was wir kennen und uns damit identifizieren, erhalten wir bei diesem Rück­erstattungsprozess den Eindruck zu sterben und uns aufzulösen.
Die Fragen bezüglich des Todes lauten :
Was löst sich auf, was ist das was überlebt und die wesentliche Frage, welche Spuren hinterlasse ich?
Der Tod ist ein Übergang in einen anderen Zustand des Lebens. Es gibt kein Ende, sondern nur ein kontinuierliches Fließen von einem Zustand des Lebens in einen anderen hinein. So ist Geburt ein Ge­borenwerden in diese Existenz hinein und gleichzeitig ein Sterben in einer anderen "Welt" (Bewusstseinszustand). Genauso wie das Sterben in dieser Existenz gleichzeitig eine Geburt in andere Bewusstseinzustände ist.

Im tibetanischen Totenbuch wird der Übergangszustand „Bardo“ genannt. „Bar-Do“ bedeutet wörtlich ”zwischen (Bar) zwei (Do)”. Das Totenbuch unterscheidet vier Bardo`s, womit die verschiedenen Bewusstseinszustände gemeint sind, die wir in dem Kreislauf des Lebens (Samsara) zwischen Tod und Geburt, Geburt und Tod, durchwandern. Der erste Satz im Totenbuch lautet: "Wenn du leben willst, lerne zuerst zu sterben"
Die Auseinandersetzung mit Tod und dem persönlichem Sterben lehrt uns das Los­lassen, die Hingabe und das Einverstandensein mit dem Leben. Ebenso ist es eine Lebens-Rückschau auf das vergangene Leben, die Vergangenheit rekapitulieren, mit der Frage:
„Habe ich so gelebt, dass ich jetzt sterben könnte“.
Solange wir den Tod verleugnen und tabuisieren, ist es uns nicht möglich das Mysterium des Lebens zu erkennen. Den Tod als Verbündeter zu sehen und nicht als Feind den wir zu bekämpfen haben, führt uns in das "Jetzt" und wir akzeptieren den Tod als ein natürlicher Prozess der Lebens-Wandlung, das unserem Bewußtseins-Wachstum dient.

Lebe so als wäre jeder Tag dein Letzter.
Sterbe als würdest du ewig Leben.

In diesem Seminar werden wir uns dem Tod als Freund annähern, auf das Gelebte oder Nicht-Gelebte Leben schauen und uns der Angst vor dem Sterben stellen.  

Der psychologische Prozess des Sterbens und die 49.Tage des Bardo-Thödol
(tibetanisches Totenbuch)
Der Tod als Wandlungsprozess des Lebens
Spirituelle Komponenten einer Sterbevorbereitung und Sterbebegleitung
Trauer und ihre Bewältigung, als Ausdruck der Liebe
Der Tod als Freund und Begleiter

Das Seminar ist geeignet für Menschen in Pflegeberufe, Sterbebegleiter und Angehörige von Verstorbenen und kann als Einführung in die Fortbildung
"Psychologie der Sterbebegleitung u. Trauerarbeit" genutzt werden. 

Leitung:

Jean-Paul Beffort

Termine:

Ort :


04. - 06. Mai 2018

 

Fr. 19:30 - 22:00 Uhr
Sa. 09:30 - 19:00 Uhr /
So. 09:30 - 15:00 Uhr



Seminarhaus Brunnenhof,
Meyerskamp 4,
28857 Syke

Kosten: € 190,00


 

Hiermit melde ich mich verbindlich zum Seminar "Leben u. Sterben" an.

 

 

Praxis Jean-Paul Beffort,

Seminarhaus Brunnenhof  

Meyerskamp 4, 28857 Syke

 

www.praxis-jeanpaul-beffort.de  info@praxis-jeanpaul-beffort.de

 

Tel: 04260 - 951 97 26

Mobil: 0151 - 401 38 200

 

Termin n. Vereinbarung